Rosenium Aktuell Die Heimzeitung für Ereignisse rund um die Rosenium GmbH
Allgemeines

Perchtentreiben im Park des Rosenberger Guts

29.12.2012 - Dagmar Isabell Schmidbauer

Weihnachtszeit ist Raunachtzeit, denn vom 21. Dezember bis zum 6. Januar haben die Geister Ausgang. So will es das Brauchtum. Laut der Überlieferung öffnet sich die Erde und die Seelen der Verstorbenen kommen hervor. Dass diese nicht immer friedlich gestimmt sind, wird vorausgesetzt. Daher gilt es, sie mit viel Krach im Zaun zu halten. Die Dreiflüsseteufel aus Passau machen daraus eine besondere Show und diese führten sie am 29. Dezember im großen alten Garten des Rosenberger Guts auf.

Armin Ramesberger und sein Team vom Wirtshaus „Zum Rosenberger Gut“ hatten die Idee, den Passauern diese besondere Bühne zur Verfügung zu stellen und Einheimische und Urlauber dazu einzuladen.

Gekommen sind mehr als 500 Zuschauer, die sich an den verschiedenen Ständen im Biergarten stärkten und anschließend der Show beiwohnten. Begeistert waren alle. Die Zuschauer über den gelungenen Auftritt und die Veranstalter über die gute Resonanz bei den Gästen. „Das machen wir im nächsten Jahr wieder!“, war die einhellige Meinung.

Früher trieben im Rosenberger Gut und in der umliegenden Grenzregion Schmuggler mit geschwärzten Gesichtern ihr Unwesen; tauschten und besorgten alles, was die Region zum Leben brauchte und brachten somit Glück und Segen über die Bewohner. In diesem Jahr kamen erneut maskierte und somit unkenntliche Gestalten zu Besuch in das geschichtsträchtige Anwesen und auch diese hatten Glück- und Segenswünsche im Gepäck.

So sollte der Pferdeschweif, mit dem sie die Besucher schon vor Beginn der Show tätschelten, das Böse vertreiben, zumindest dem Brauchtum nach.

Unterlegt war ihre Show, für die ein Teil des Parks abgesperrt wurde, mit der Musik von E Nomine, der Herr der Finsternis, schwarze Sonne oder Rammsteins Engel. „Seit Anbeginn der Zeit“, so erzählte, die erste, 2,20 Meter große Gestalt, „bringt das Böse das Gute aus dem Gleichgewicht.“

Und so trieben zunächst Hexen und gruselig anmutende Teufel ihr Unwesen. Ein Feuerspucker zeigte, trotz schlechter Windverhältnisse, seine Kunst und immer wieder schossen Raketen in den sternenklaren Himmel.

Begeistert applaudierten die Zuschauer, bis am Höhepunkt der Show, der Herr der Finsternis unter dem Vollmond erschien und seine wilden Gesellen zusammentrieb. Denn jetzt war die Zeit der Versöhnung gekommen. Zwei Engel erschienen, weiß und rein und da knieten sogar die schrecklichsten Monster nieder.

Nach ihrer durchstrukturierten Aufführung, nahmen die Darsteller ihre Masken ab und zeigten, dass darunter ganz harmlose Männer, Frauen und viele Kinder steckten. Wer wollte konnte jetzt eine Maske aufprobieren. „Wir möchten niemand erschrecken“, erklärte Daniel Maier, der Vorsitzende der Dreiflüsseteufel, „daher gehen wir besonders umsichtig mit Kindern um.

Wichtig ist den Passauern auch, dass sie eine Perchtenrichtung vertreten, die mit der Zeit geht. Das ist ihnen auf jeden Fall gelungen. Nach der Show mischten sie sich unter die Gäste, die sich mit Glühwein, heißen Bratäpfeln oder Bratwurstsemmeln im Biergarten stärkten.

Die Feuerwehr Lackenhäuser sorgte bis zum Ende der Veranstaltung dafür, dass alle unbeschadet über die Straße kamen und die vielen Autos einen Parkplatz fanden.

„Für das erste Mal, war es ein toller Erfolg“, erklärten die Verantwortlichen aus dem Rosenberger Gut im Anschluss, „wir würden uns freuen, wenn die Dreiflüsseteufel auch im nächsten Jahr zu uns kämen.“ Die sagten spontan zu, und kündigten auch schon eine neue Show an. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass die Perchten ihre Sache gut gemacht haben und alle Zuschauer in ein neues Jahr, mit viel Glück und Gesundheit starten können. Diesem Wunsch schließen wir uns an, und alle Leser dieser Seite mit ein!

Rosenium GmbH - Ein Netzwerk für pflegebedürftige Menschen:Impressum|Datenschutz
Ok, alles klar! Diese Webseite verwendet Cookies.
Wenn Sie diese Webseite nutzen, akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies ( Hier geht es zur Datenschutzerkl�rung ).